Ewangeliczny Związek Braterski w RP
Bericht aus Polen - Oktober 2018 - www.ezb-szczecinek.pl

Bericht aus Polen - Oktober 2018

Wir bereiteten uns auf die Evangelisierung vor, die Bruder Matthias Käser mit seinem Vater Walter begleitete. Gott segnete sie reichlich. Am Donnerstag kamen die Brüder direkt nach Wronki, wo sie dem Wort Gottes und dem Zeugnis in einem der größten Gefängnisse in Polen dienten. Bei den Treffen gab es eine große Bewegung unter den Gefangenen. Einige müssen ihr ganzes Leben ohne Ausweg verbringen. Es gab viele Fragen von ihrer Seite. Zunächst Fragen - wenn Gott ihnen vergibt, werden ihre Sünden für immer vergeben werden? Es gab biblische Antworten sowie seelsorgerliche Gespräche.

Am Freitag dienten die Brüder im Gefängnis Alt Born dem Wort Gottes. Nach dem Gottesdienst gab es Fragen, die in der Bibel beantwortet wurden.

Am Samstagmorgen hatten wir die Bibelschule mit dem Thema "Dienst in der Gemeinde, Jesus als Vorbild". Bruder Matthias diente dem Wort und den Beispielen aus dem Leben Jesu sowie auf praktische Weise im Zusammenhang mit dem Wort des Johannesevangeliums über das Waschen der Füsse. Er hat die Füsse von Matthias, einem 25-jährigen Bruder aus Oberschlesien, gewäscht. Matthias bekehrte vor einigen Jahren zin der Evangelisation für die Alkohol suchtige und führte sein ruiniertes Leben zur Ordnung. Er zahlte die Schulden aus, er hörte nicht nur auf zu trinken, sondern auch zu rauchen. Jesus befreite ihn.

Nach einem gemeinsamen brüderlichen Mittagessen fuhren wir nach Chojnice, wo außer den Brüdern Matthias und Walter, Bruder Leszek - der Vorgesetzte der Kirche in Sosnowiec - diente. Er erzählte, wie er Gott gefunden hatte. Er gehörte nie zu einer Kirche, sondern rief zu Gott - "Gott, manifestiere mich" und verließ bald das Dorf, um in der Mine in Schlesien zu arbeiten. Dort gab ihm jemand das Neue Testament. Auf diese Weise erschien Gott ihm und führt weiter.

Wir hatten am Sonntag zwei Gottesdienste. Mit den Zeugnissen diente mehrere Brüder, die früher Gefangene, Alkoholiker und auch Spieler waren. Bruder Matthias diente mit dem Wort Gottes aus 2. Mose 2, 1-10, über eine geistlich gesunde Familie und forderte die Jugendlichen auf, Gläubige als Partner für die Ehe zu suchen. Bruder Walter machte mit. Der zweite Gottesdienst begann mit dem Abendmahl, einige Brüder gaben Zeugnis, und dann dienten die Brüder Matthias und Walter nochmal dem Wort Gottes.

Am Montag gingen die Brüder nach Dobrowo, einem kleinen Gefängnis, in dem 95 Personen in zwei Gruppen kamen. Sie benahmen sich ruhig und hörten sehr aufmerksam zu. Unter diesen Gruppen befanden sich Menschen, die sich entschieden hatten, Jesus nachzufolgen. Einer von ihnen war Martin, der Cousin von Bruder Heinrich, der fast 20 Jahre in Gefängnissen verbracht hatte. Nach ihrem Gefängnisaufenthalt gingen die Brüder zu einem Abendgottesdienst nach Belgard.

Das nächste Gefängnis, in Szczecinek, besuchten die Brüder am Mittwochmorgen. 18 Gefangene kamen zu dem Treffen. Zu Beginn sagte einer von ihnen, Thomas, dass sein aus dem Gefängnis entlassenen Bruder, der ein vorbildliches Leben führt, hierher gebracht hat. Ihre Mutter hat ihnen verließen als sie klein waren. Seit seinem 13. Lebensjahr befindet er sich in Strafvollzugsanstalten und Gefängnissen aufgrund von Schlägereien und Diebstahl. Das führte dazu, dass er nur wenige Monate Pause in der Freiheit hatte und jetzt 33 Jahre alt ist. Fast die ganze Zeit war er ein Rebell in Gefängnissen, er widersetzte sich den Offizieren und wurde wiederholt mit Isolationszielen bestraft, ein hoffnungsloser Fall. Das Wort sprach durch seinen Bruder zu ihm. Er hat das Neue Testament und möchte mit Jesus leben, er weiß, dass dies seine einzige Chance ist. Selbstverletzungen und andere zu verletzen, kann nur Jesus heilen. Einige Gefangene verlassen das Gefängnis, einige direkt aus Szczecinek möchten Kontakt mit uns haben.

Der letzte Gottesdienst fand in Hammerstein statt. Drei Invaliden in Rollstühlen, die aufmerksam auf das Wort Gottes hören. Einer von ihnen ist neu und er kommt gut damit aus, Buchstaben an der Tafel zu zeigen. In beiden Gruppen gibt es Menschen, die Jesus kennen. Viele Gefangenen, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, hörten aufmerksam dem Wort zu und wollten mit dem Herrn leben.

Die Brüder aus der Schweiz brachten Weihnachtspakete für Kinder sowie für Gefangene, wofür wir sehr dankbar sind. Darüber hinaus hat Bruder Walter mit Hilfe von Brüdern vor Ort die Dachkonstruktion in Szczecinek verbessert und gestärkt, wofür wir ihm dankbar sind. Besonders, dass es auf dem Dachboden ein Literaturlager gibt. Möge der Herr den Dienst belohnen, den die Brüder ausgeübt haben.

 

                                                                                                                                                                                         Ludwig mit leitenden Brüder

 

Gebetsanliegen:

-        für die weitere Evangelisation in Gefängnissen, eine besondere Bitte für Thomas sowie für Martin, der fast das gesamte Erwachsenenleben und sogar seine Jugend in Gefängnissen verbrachte;

-        für Brüder, die das Wort in Gefängnissen predigen und andere zu unseren Treffen einladen;

-        für Brüder, die das Gefängnis verlassen haben und bei uns in den Gemeinden sind;

-        für Brüder, die das Gefängnis bald verlassen werden;

-        für den Segen, Pakete in Gefängnissen zusammen mit den "Guten Saat" Kalendern zu verteilen;

-        für den Segen bei der Organisation der Evangelisation beim Verteilen von Paketen für Kinder;

-        für die Brüder im Dienst;

-        Dank für alles, was Gott in unserem Dienst an anderen getan hat.